Shopware 5 war fast ein Jahrzehnt lang eine der beliebtesten Shop-Plattformen in Deutschland. Ende Juli 2024 hat Shopware 5 sein End-of-Life erreicht: Der Hersteller hat den Support offiziell beendet. Seitdem gibt es weder Weiterentwicklungen noch Sicherheitsupdates vom Hersteller. Wer heute noch einen Shopware-5-Shop betreibt, sollte den Umstieg zügig planen.
Was das Supportende bedeutet
- Keine Sicherheitsupdates: Neu entdeckte Sicherheitslücken werden von Shopware nicht mehr geschlossen. Das ist ein Risiko für Ihren Shop und die Daten Ihrer Kunden.
- Weniger Erweiterungen: Viele Plugin-Anbieter entwickeln ihre Shopware-5-Erweiterungen nicht weiter. Neue Anforderungen, etwa von Zahlungsanbietern oder Marktplätzen, werden oft nicht mehr umgesetzt.
- Kein Hersteller-Support: Bei technischen Problemen sind Sie auf Agenturen und Entwickler angewiesen.
- Veraltete Technik: Mit jeder neuen PHP-Version und jedem Server-Update wird der Betrieb aufwendiger.
Welche Optionen haben Sie?
1. Umstieg auf Shopware 6
Shopware 6 ist der Nachfolger, aber technisch eine komplett neue Plattform. Die Vorteile:
- API-first: Alle Funktionen sind über Schnittstellen erreichbar – gut für die Anbindung von Warenwirtschaft, Marktplätzen und anderen Systemen.
- Flexible Regeln und Abläufe: Mit Rule Builder und Flow Builder lassen sich viele Anforderungen ohne Programmierung abbilden.
- Aktive Weiterentwicklung: Regelmäßige Updates, aktuell mit Shopware 6.7 (mehr dazu: Shopware 6.7 für Händler).
Weil Shopware 6 neu aufgebaut wurde, ist der Wechsel kein einfaches Update: Themes und Plugins müssen neu umgesetzt oder ersetzt werden. Wie die Migration abläuft, beschreibt unser ausführlicher Leitfaden zur Migration von Shopware 5 auf 6.
2. Wechsel zu einer anderen Plattform
Wer den Umstieg nutzen möchte, um das Geschäftsmodell neu aufzustellen, kann auch eine andere Plattform wählen. PlentyONE etwa bietet eine starke Multichannel-Integration: Onlineshop und Marktplätze wie Amazon, eBay und OTTO werden zentral in einem System verwaltet (mehr dazu: Umzug zu PlentyONE).
So gehen Sie beim Umstieg vor
- Bestandsaufnahme: Welche Daten, Plugins, Anpassungen und Schnittstellen nutzt Ihr Shop heute – und was davon wird künftig noch gebraucht?
- Plattform und Umfang festlegen: Shopware 6 oder ein anderes System, Standard-Theme oder individuelles Design.
- Daten migrieren und testen: Produkte, Kunden und Bestellungen übertragen und in einer Testumgebung gründlich prüfen.
- SEO absichern: Alte URLs per Weiterleitung auf die neuen Seiten führen, damit Rankings erhalten bleiben.
- Team einarbeiten: Ihr Team rechtzeitig mit dem neuen System vertraut machen.
Fazit
Ein Shopware-5-Shop läuft auch nach dem Supportende weiter – aber mit wachsendem Risiko und Aufwand. Der Umstieg ist eine Chance, Technik, Design und Abläufe zu modernisieren. Je früher Sie ihn planen, desto ruhiger verläuft er.
Sie möchten Ihren Umstieg planen? Mehr zu unserer Unterstützung finden Sie unter Shopware-Agentur.

