Wer Produktdaten automatisiert an das Google Merchant Center überträgt, nutzt dafür eine Programmierschnittstelle (API). Die bisherige Content API for Shopping hat Google zum 18. August 2026 eingestellt; seit September 2026 schlagen Anfragen über die alte Schnittstelle zunehmend fehl, Anfang 2027 wird sie vollständig abgeschaltet. Nachfolger ist die Merchant API. Dieser Beitrag zeigt, was das für Händler bedeutet und was sie jetzt wissen müssen.
Bin ich betroffen?
Betroffen sind nur Anbindungen, die Produktdaten über die API übertragen, etwa Shop-Plugins, Feed-Tools oder eigene Schnittstellen. Nicht betroffen sind:
- Feed-Dateien, die Sie manuell im Merchant Center hochladen
- geplante Abrufe, bei denen Google eine Feed-Datei regelmäßig von Ihrem Server holt
- Feeds über Google Tabellen
Typische Anzeichen für ein Problem: Produkte werden nicht mehr aktualisiert, Preise oder Verfügbarkeiten weichen ab, oder das Plugin meldet Fehler beim Export.
Was ist die Merchant API?
Die Merchant API ist die neue Schnittstelle für das Merchant Center. Sie ist modular aufgebaut (Produkte, Bestände, Promotionen und Berichte sind eigene Bereiche) und bildet die Grundlage für neue Funktionen von Google. Für Händler ändert sich am Merchant Center selbst wenig; entscheidend ist, dass die eigene Anbindung die neue Schnittstelle nutzt.
Was jetzt zu tun ist
- Anbindung prüfen: Klären Sie, wie Ihre Produktdaten ins Merchant Center gelangen, per Plugin, Feed-Tool, Datei oder eigener Schnittstelle.
- Plugins aktualisieren: Nutzen Sie ein Shop-Plugin oder Feed-Tool, fragen Sie beim Anbieter nach, ob die aktuelle Version die Merchant API verwendet, und spielen Sie das Update ein.
- Eigene Schnittstellen umstellen: Individuelle Anbindungen müssen auf die Merchant API migriert werden. Datenstrukturen und Endpunkte unterscheiden sich von der alten Schnittstelle.
- Übergangslösung nutzen: Ist die Umstellung nicht sofort möglich, kann ein geplanter Feed-Abruf als Datei die Produktdaten vorübergehend aktuell halten.
- Diagnose im Merchant Center prüfen: Kontrollieren Sie nach der Umstellung, ob alle Produkte aktiv sind und keine neuen Fehler auftreten.
Gute Produktdaten bleiben entscheidend
Die Schnittstelle sorgt nur für den Transport. Ob Ihre Produkte in Google Shopping gut abschneiden, hängt weiter von der Qualität der Daten ab: aussagekräftige Titel, korrekte GTINs, passende Kategorien, gute Bilder und aktuelle Preise. Wie Sie die Daten in Ihrem System vorbereiten, zeigen unsere Beiträge zu Google Shopping mit Shopware und Google Shopping mit PlentyONE.
Fazit
Die Abschaltung der Content API betrifft alle automatisierten Anbindungen an das Merchant Center. Wer noch nicht umgestellt hat, sollte die eigene Anbindung jetzt prüfen und aktualisieren, sonst veralten Preise und Bestände in Google Shopping schleichend.
Sie möchten Ihre Anbindung prüfen oder umstellen lassen? Mehr dazu unter Multichannel & Marktplätze.

